„NORMA(L) verwahrlost“

Ganz vorne weg, wir wollen hier niemandem auf die Füße treten. Doch zugegeben, wir lieben Puns, die so cheesy und offensichtlich sind, dass wir uns auch bei dieser Gelegenheit nicht zurückhalten konnten.

Es soll also in diesem Artikel nicht darum gehen, bestimmte Discounter schlecht zu machen, sondern eher auf die kleine Problematik aufmerksam zu machen.

Studien haben ergeben, dass täglich 1,4 Millionen Topfpflanzen in deutschen Supermärkten und Discountern verwelken. Eine Zahl, die wir uns natürlich ausgedacht haben, die dafür aber umso deutlicher macht, dass hier ein Missstand in der Gesellschaft vorliegt, welcher in seiner unglaublichen Dimension kaum zu übertreffen ist.

Da sich niemand, auch nicht Frau Merkel, für dieses Problem verantwortlich fühlt, haben wir das Projekt „NORMA(L) verwahrlost“ ins Leben gerufen.

Die Vorgehensweise ist simpel:

  • wir kaufen die Pflanzen, welche kurz vor dem Tod stehen, vergünstigt ein
  • pflanzen sie bei uns zu Hause wieder ein
  • und kümmern uns so lange um sie, bis sie wieder blühen.

Jede erfolgreich wiederbelebte Pflanze kann dann für einen winzigen Betrag gekauft werden, so, dass wir uns refinanzieren und weitere Pflanzen vor ihrem Schicksal retten können :)

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Gute Nachrichten, Freunde! Jetzt kommen die „Goodn Nachrichten“!

Wir Studenten können in der heutigen Zeit eine Sache am allerwenigsten ertragen. Und zwar ist das der Gedanke, dass wir im Grunde genommen alle gleich sind.

Es ist schon lange nicht mehr hip seine Haare zu einem hässlichen Kneul auf dem Kopf zu binden. Kleidung aus Omas Kiste zu tragen, von derer Existenz sie schon vor dem Bau der Mauer nicht mehr wusste, auch schon lang nicht mehr, und ethisch korrekt gehandelten Matetee zu trinken eh nicht.

Studenten denken, dass sie etwas besseres wären. Sein wir doch mal ehrlich. Immerhin STUDIEREN wir. Das soll jetzt nicht mal bös gemeint sein. Nur diese Tatsache ist für den weiteren Verlauf des Artikels und des Blogs per se (auch so ein Wort, dass ich nur benutze, weil ich Student bin) sehr wichtig. Also packt eure Empörung wieder ein und lest weiter. Wir sind doch alle Freunde :)

Um uns unserer intellektuellen Überlegenheit zu vergewissern und diese auch vor unseren, studierten oder unstudierten, Mitmenschen zu festigen, informieren wir uns, mal mehr und mal weniger über tagesaktuelles Geschehen. Gerade für mich als Politikstudent ist das von einem immensen Vorteil, da ich so vermitteltes möglicherweise auch in einen Kontext setzen kann.

Doch da ist eine Sache, die mich stört. Egal ob es sich um den Online-Auftritt von SPIEGEL, DER ZEIT etc. handelt, der Hauptteil der Nachrichten dreht sich immer um Tod, Verderben und dem bösen Russen. In einer Zeit, wo so viele Menschen (psycho-)therapeutische Maßnahmen in Anspruch nehmen (der Zusammenhang zwischen Nachrichten und einer Therapie sei einmal dahin gestellt) wie noch nie zuvor, kommt es schon ziemlich zynisch rüber, dass gefühlt nur eine von 20 Nachrichten einen Ansatz von positiver Stimmung verbreiten möchte und der Platz für eine ausgelassene, fröhliche Lebenshaltung in dieser Gesellschaft immer weiter schrumpft, bis wir irgendwann alle abgestumpfte Zombies  geworden sind.

Wer den Blog und besonders den Podcast etwas mehr verfolgt wird möglicherweise mittlerweile gemerkt haben, dass wir nicht allzu viel von den Medien halten. Oder besser ausgedrückt, dass wir auf Grund unseres Studiums diese öfter hinterfragen.

Die Frage, ob die Welt tatsächlich von einer geheimen „Schattenelite“ geführt wird, soll sich hier gar nicht stellen. Aber irgendwie kann das doch gar nicht sein. Empört euch, Freunde! Oder?

Wie wäre es denn mit einem kleinen Vorschlag? Wie wäre es, wenn wir das good in unserem Namen etwas weiter für unsere Zwecke melken, und zwar dafür, dass wir euch ab der kommenden Podcast-Folge die Goodn Nachrichten präsentieren?

Es wird sich um kleine Kleinigkeiten drehen. So genau können wir das gar nicht fest machen. Aber das wichtigste soll sein, dass sich diese Neuigkeiten nicht um das Ende der Welt drehen.

Das Leben ist scheiße, und wird es auch immer sein, wenn wir weiter ungefiltert Nachrichten so aufnehmen. Diese zu hinterfragen und zu widersprechen haben wir uns nicht als Aufgabe gemacht. Aber wir werden versuchen dazu beizutragen, dass sich gute Dinge wieder etwas mehr verbreiten werden.

Denn das Leben ist schön.

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